The Theatre-Studio of Alexander Goncharuk, Omsk / Russland

Mad Guys
Tanztheater in ‚Tarantino’s Style’, Regie & Choreographie: Anna Babanova

Samstag, 21. Mai 2011, 19.30 Uhr, PaderHalle

Tragik und Komödie liegen nah beieinander, denn Quentin Tarantino ist auf der Suche nach einem neuen Plot für seinen Film und findet ihn in einer Bar. Die sechs Männer, die er hier antrifft, sind alle aus einer Ölraffinerie gefeuert worden, trinken den ganzen TagBier, und versuchen nebenbei einen neuen Job in der Zeitungsbranche zu finden.

Ted arbeitet jetzt für Barbesitzer Sam, Fatty Boy hält sich mit Hausarbeit für ältere Menschen über Wasser, Ricardo ist aufgrund dauerhaften Geldmangels von seiner Frau geschieden und wurde beim Versuch eine Brieftasche zu stehlen gefasst und musste für 15 Monate ins Gefängnis. Allerdings weiß nur sein Freund Mike davon.
Dann sind da noch Norris, der keinerlei sexuelle Erfahrungen hat, so dass ihm seine Mutter eine Prostituierte bezahlen will und der arbeitslose Tony, der immer Probleme mit seiner Frau Barbara hat. Eines Tages – nach den üblichen Streitereien – entdecken die Männer eine Ankündigung in der Zeitung, die eine Strip-Show nur für Frauen im Palladium bewirbt und für die der Eintritt 200 Dollar beträgt.
Daraufhin entschließen die sechs, ihre eigene Strip-Show zu organisieren, um mit dem damit verdienten Geld die Bar von Sam mieten zu können.
Allerdings wird ihre Show so schlecht, dass Sam ihnen den Rat gibt, die ehemalige Ballett-Tänzerin Bella einzuladen, um ihnen zu helfen. Und so erreichen sie nach harter Arbeit und trotz mancher Auseinandersetzung schließlich doch noch ihr Ziel: Sie führen mit allergrößtem Erfolg ihre eigene Strip-Show auf: Wahre Männer, die alles für die Frauen tun.
Kurz und knapp: Russische Groteske trifft lateinamerikanische Rhythmen trifft ‚Ganz oder Gar nicht’ trifft Comedy-Tanztheater.

Bei den Theatertagen 2007 wurde das Theater um Alexander Goncharuk in der Paderborner Kulturwerkstatt mit ‚In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa’ mit standing ovations gefeiert und war einer der Favoriten des Festivals.

Dauer: 80 Minuten